Donnerstag, 28. November 2019 08:51 Uhr

Tim Rose Dritter beim Ironman in Mexico

Beim Ironman Cozumel in Mexiko ist der Scherfeder Triathlet Tim Rose am vergangenen Sonntag, 24. November, Dritter in seiner Altersklasse geworden. Foto: Privat

Scherfede/Cozumel (red). Beim Ironman Cozumel in Mexiko ist der Scherfeder Triathlet Tim Rose am vergangenen Sonntag, 24. November, Dritter in seiner Altersklasse geworden. Das Rennen startete mit dem 3,8 km langen Schwimmen im Atlantik entlang der Küste von Cozumel. „Da die Schwimmstrecke ein Punkt-zu-Punkt-Kurs war und mit der Strömung verläuft, war von Anfang an klar, dass es ein schnelles Schwimmen werden wird. Am Rennmorgen kam dann mit dem Sonnenaufgang allerdings auch ein starker Wellengang auf, der die Orientierung sehr schwer gemacht hat. Ich musste teilweise sechsmal hintereinander in Schwimmrichtung atmen, um die Bojen sehen zu können“, beschreibt Tim Rose die Auftaktdisziplin, die er nach 55 Minuten in neuer persönlicher Bestzeit absolvierte. In seiner Paradedisziplin, dem Radfahren, wollte der Triathlet seine Stärke ausspielen und sich so in eine gute Ausgangsposition für den Marathon bringen.„Nachdem ich die erste von drei Radrunden durchgehend alleine absolvieren musste, bin ich Anfang der zweiten Runde auf Simon Müller, den späteren Sieger meiner Altersklasse, aufgefahren, und wir konnten uns die Führungsarbeit immer wieder aufteilen. Zwar bin ich den Großteil weiterhin von vorne gefahren, aber ich hatte nicht die besten Radbeine und so war es immer wieder angenehm, die Tempoarbeit auch kurzfristig mal abgeben zu können.“ Für die 180 km lange Radstrecke benötigte Tim Rose 4:38h, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 39 km/h entspricht und gleichzeitig eine weitere neue Bestzeit darstellt. Auf die Laufstrecke wechselte Tim Rose nach 5:38 h auf Gesamtposition zehn von knapp 2000 Altersklassenathleten. Leider lief dann beim Laufen vom ersten Meter an nichts mehr wie geplant. „Vom ersten Meter an lief es einfach überhaupt nicht. Ich musste mich mehr drauf konzentrieren, überhaupt weiter zu laufen um ins Ziel zu kommen, anstatt mein geplantes Tempo zu laufen. Das Problem zieht sich nun schon etwas länger und tritt bei jeder Langdistanz auf. Ich schaffe es einfach nicht, mein Laufpotenzial, was ich dieses Jahr unter anderem mit dem 2:46 h Marathon gezeigt habe, im Ironman umzusetzen. Der Auslöser hierfür muss über den Winter gefunden und durch eine Trainingsveränderung abgestellt werden“, blickt der 22-Jährige bereits motiviert auf das kommende Jahr voraus. Durch die schlechte Laufleistung (3:55h) fiel Tim Rose in der gesamt Altersklassenwertung auf Platz 27 zurück, was nach 9:33 h gleichzeitig Platz drei der 18-24-Jährigen bedeutete. „Mit den ersten 5,5 h des Rennens bin ich einigermaßen zufrieden, der Lauf war unterirdisch und hat meinem Plan, eine neue persönliche Bestzeit zu erzielen und nach Möglichkeit das erste Mal unter neun Stunden zu bleiben, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Jetzt brauche ich erst einmal eine Pause, um mich körperlich und mental zu erholen - und dann geht es ab Januar in die Vorbereitung für die Saison 2020“, fasst Tim Rose das Rennen final zusammen.

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