Warburg (red). Mit einer Vortragsreihe zur Frauengesundheit hat der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Warburg ein Thema aufgegriffen, das viele Frauen betrifft, im Alltag jedoch oft zu wenig Raum bekommt. Zu den drei Veranstaltungen kamen insgesamt rund 200 Teilnehmerinnen.
Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) ist ein katholischer Frauenfachverband in der sozialen Arbeit, der sich seit vielen Jahrzehnten für die Belange von Frauen, Kindern und Familien einsetzt. „Wenn wir Frauen stärken wollen, gehört auch Wissen über den eigenen Körper und gesundheitliche Veränderungen dazu“, sagt Daniela Dahlmann, Geschäftsführerin des SkF Warburg.
Die Vortragsreihe griff unterschiedliche Aspekte der Frauengesundheit auf – vom Beckenboden über hormonelle Veränderungen bis hin zu Ernährung und Mikronährstoffen in verschiedenen Lebensphasen. Ziel war es, medizinisches und fachliches Wissen verständlich und alltagsnah zu vermitteln.
Ein wichtiger Faktor für die große Resonanz war auch das kostenfreie Angebot. Dadurch konnten die Veranstaltungen niedrigschwellig besucht werden und standen allen interessierten Frauen offen.
„Als wir die Anmeldezahlen gesehen haben, war schnell klar: Wir haben mit diesem Thema einen Nerv getroffen“, erklärt Dahlmann. Besonders nach der letzten Veranstaltung suchten viele Teilnehmerinnen das Gespräch mit den Organisatorinnen. Mehrere Frauen kamen auf uns zu und haben sich bedankt, berichtet Dahlmann.
Die Referentinnen bestätigten diesen Eindruck. Silvia Vorderbrüggen, Physiotherapeutin und Referentin zum Thema Beckenboden, erklärte: „Der Beckenboden ist für viele Frauen ein Thema, über das kaum gesprochen wird. Dabei hat er großen Einfluss auf Stabilität, Haltung und Lebensqualität.“
Auch Lea Göbel, Ökotrophologin, machte deutlich, wie stark Ernährung und hormonelle Veränderungen zusammenhängen: „Gerade in Phasen hormoneller Veränderungen – etwa rund um die Wechseljahre – kann Ernährung eine wichtige Rolle spielen. Viele Frauen sind überrascht, wie eng Ernährung, Mikronährstoffe und Hormone miteinander verbunden sind.“
Organisatorisch begleitet wurde die Reihe unter anderem von Hanna Flotho. Sie hebt besonders den offenen Austausch während der Veranstaltungen hervor:
„Die Atmosphäre war sehr konzentriert und gleichzeitig offen. Viele Frauen haben Fragen gestellt und ihre eigenen Erfahrungen eingebracht.“
Für den SkF Warburg steht nach der großen Resonanz fest, dass das Thema weiter aufgegriffen werden soll. „Als katholischer Frauenfachverband in der sozialen Arbeit sehen wir hier auch eine klare Aufgabe für uns“, sagt Daniela Dahlmann. „Wer, wenn nicht wir, sollte sich solchen Themen verpflichtet fühlen? Unser Ziel ist es, Frauen Wissen an die Hand zu geben und Räume für Austausch zu schaffen – von Frauen für Frauen.“
Foto: SkF