Borgentreich (red). Ein gelungener Ausflug ins Freizeitbad „Arobella“ im hessischen Bad Arolsen hat dem inklusiven Borgentreicher Verein im März ein weiteres Highlight im Vereinsjahr beschert. Mit viel Freude, neuen Begegnungen und wertvollen Erfahrungen wurde der Tag für alle Beteiligten zu einem besonderen Erlebnis.
„Wir haben den Tag sehr genossen. Es war wieder ein erfolgreicher Ausflug, der unglaublich viel Spaß gemacht hat und bei dem wir auch neue Gesichter kennenlernen durften“, berichtet Vorstandsmitglied Natalia Friesen. Erstmals nahm auch eine Mutter mit ihrem Kind mit Down-Syndrom teil. „Die beiden haben sich sehr über den Ausflug gefreut“, so Friesen.
Im Freizeitbad stand vor allem der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Die Teilnehmenden nutzten begeistert die Rutschen, den Strömungskanal und die Wasserattraktionen. Besonders beeindruckend sei die Höhle mit ihren Wasserfällen gewesen. „Es ist immer wieder faszinierend, welchen positiven Einfluss Wasser auf Menschen mit Förderbedarf hat“, erklärt Friesen. Durch den Auftrieb im Wasser würden Bewegungen leichter fallen, was vielen Teilnehmenden zugutekomme. Auch laute Geräusche, etwa durch die Wasserfälle, stellten für die Gruppe kein Problem dar. Vor allem die Kinder hatten große Freude beim Spielen im Wasser.
Der Verein nutzte die Gelegenheit auch, um auf seine Arbeit aufmerksam zu machen. Dank der Unterstützung des Freizeitbads konnten Flyer ausgelegt werden, um auch im Raum Hessen neue Familien zu erreichen. „Gerade für Familien mit Kindern mit Förderbedarf ist es wichtig, Anlaufstellen zu haben“, betont Friesen. Oft seien weite Wege notwendig, da entsprechende Angebote noch nicht flächendeckend verbreitet seien.
Während einer gemeinsamen Pause tauschten sich die Familien über kommende Aktivitäten aus. Ziel sei es, die Interessen der Mitglieder aufzunehmen und zukünftige Angebote daran auszurichten.
Ein unerwarteter Moment trat ein, als es bei einem Kind zu einem Krampfanfall kam. Für die betroffene Familie sei dies zwar Teil des Alltags, für andere Badegäste jedoch eine ungewohnte Situation gewesen. „Das Personal hat uns trotz Unsicherheit sehr gut unterstützt“, berichtet die Vereinsvorsitzende. Ein Krankenwagen sei nicht notwendig gewesen, und das Kind habe sich schnell wieder erholt.
Bereits jetzt blickt der Verein auf die nächsten Aktivitäten: Am 18. April ist ein gemeinsamer Waldausflug geplant. „Wir möchten möglichst einen Experten wie einen Förster oder Jäger einbinden, der uns die Natur näherbringt“, kündigt Friesen an. Weitere Details sollen in den kommenden Wochen folgen.
Mit seinem Engagement schafft der Borgentreicher Verein wertvolle Begegnungen und unterstützt Familien dabei, Gemeinschaft und Teilhabe selbstverständlich zu erleben.