Warburg (red). Die Sanierung eines Abschnitts der historischen Stadtmauer im Bereich „Hinter der Mauer Süd“ hat begonnen. Noch bis in den Juni 2026 ist die Straße beim Gymnasium Marianum nur für Fußgänger begehbar. Für den Kraftfahrzeugverkehr bleibt der Abschnitt zwischen Amtsgericht und Gymnasium Marianum während der Bauarbeiten voll gesperrt.
Bereits im vergangenen Jahr waren gegenüber dem Gymnasium Marianum erhebliche Schäden an einem Mauerabschnitt festgestellt worden. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurden zeitweise Absperrmaßnahmen eingerichtet. Diese Sicherungen seien jedoch wiederholt von Unbekannten entfernt oder verschoben worden.
Standsicherheit der Mauer gefährdet
Seit dem vergangenen Jahr bis Anfang dieses Jahres hat sich der Zustand der Mauer weiter verschlechtert. Es kam zu weiteren Ausbrüchen loser Steine. Dadurch ist mittlerweile die Standsicherheit der gesamten Mauer beeinträchtigt. Zudem wird erwartet, dass sich der Zustand durch Witterungseinflüsse im kommenden Winter weiter verschlechtern könnte.
Die vollständige Sanierung der Mauer wurde deshalb als dringliches Projekt in den städtischen Haushaltsentwurf aufgenommen. Die geschätzten Gesamtkosten liegen bei rund 100.000 Euro. Nach bereits erfolgter Ausschreibung und Vergabe ist die Durchführung der Maßnahme für den Zeitraum Mai bis Juni 2026 vorgesehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa sechs Wochen dauern.
Straße bleibt für Kraftfahrzeuge gesperrt
Eine spätere Ausführung während der Sommerferien sei aufgrund der schlechten Bausubstanz der Mauer nicht möglich. In dem südausgerichteten Bereich der historischen Stadtmauer würden sommerlich erhöhte Temperaturen das fachgerechte Mauern sowie das Abbinden des Mörtels negativ beeinflussen.
Wegen der beengten Gegebenheiten muss die Straße „Hinter der Mauer Süd“ zwischen Amtsgericht und Gymnasium Marianum während der Bauarbeiten für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt werden. Fußgänger können die Baustelle jedoch uneingeschränkt passieren.
Foto: Hansestadt Warburg