Warburg (red). Der Eisenbahner-Sportverein Warburg e.V. ist weit mehr als nur ein klassischer Sportverein. Mit rund 170 Mitgliedern, einer eigenen Sporthalle und einer Doppelkegelbahn an der Desenbergstraße in Warburg bildet er seit Jahren einen wichtigen Treffpunkt für Sport, Gemeinschaft und Gesundheit in der Region.
Die vereinseigenen Anlagen werden dabei nicht nur von den Mitgliedern genutzt. Auch andere Vereine und Organisationen greifen regelmäßig auf die Infrastruktur zurück. So bietet der BSGS Warburg mehrmals wöchentlich Reha-Sport an, während der Warburger SV, der Skiclub Warburg sowie die Volkshochschule ihre Kurse in der Halle durchführen. Die beiden Kegelbahnen sind zudem an sechs Tagen in der Woche an verschiedene Kegelclubs vermietet und unterstreichen die Bedeutung des Vereins als breit aufgestellte Begegnungsstätte.
Schnelle Hilfe kann Leben retten
Neben dem sportlichen Engagement rückt nun ein existenzielles Thema in den Fokus: die Notfallversorgung bei plötzlichem Herzstillstand. Täglich sterben in Deutschland rund 350 Menschen am sogenannten plötzlichen Herztod – oft unerwartet und unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen.
Entscheidend für das Überleben sei in solchen Fällen vor allem die Zeit. Innerhalb von drei bis fünf Minuten müsse eine Herz-Lungen-Wiederbelebung eingeleitet und idealerweise ein Defibrillator eingesetzt werden. Genau hier setzt das Vorhaben des Vereins an.
Projekt für mehr Sicherheit im Alltag
Der ESV Warburg plant die Anschaffung eines modernen, auch von medizinischen Laien bedienbaren Defibrillatorsystems. Im Ernstfall soll das Gerät nicht nur durch klare Anweisungen bei der Anwendung unterstützen, sondern über eine GSM-Verbindung auch direkten Kontakt zur Rettungsleitstelle herstellen. Ersthelfende könnten so per Freisprecheinrichtung begleitet und zugleich psychologisch unterstützt werden.
Ziel sei es, ein solches Rettungssystem unmittelbar vor Ort verfügbar zu haben – dort, wo sich täglich zahlreiche Menschen aufhalten. Damit wolle der Verein einen aktiven Beitrag leisten, um im Notfall schnell reagieren und im besten Fall Leben retten zu können.
Finanzierung über Sponsoren geplant
Um die Anschaffung zu realisieren, setzt der Verein auf Unterstützung aus der Region. Über ein Sponsoring-Modell sollen Unternehmen die Möglichkeit erhalten, sich finanziell zu beteiligen. Als Gegenleistung ist eine Präsentation auf einer Fördertafel mit Firmenlogo und Namen vorgesehen.
Mit der Organisation und Umsetzung der Aktion wurde die Sports2B GmbH beauftragt.
Mit dem Projekt zeigt der ESV Warburg, dass ein Sportverein nicht nur Bewegung und Gemeinschaft fördert, sondern auch Verantwortung für die Sicherheit seiner Mitglieder und Gäste übernimmt.
Foto: ESV Warburg