Warburg (red). Der Chattenturm ist Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Als ehemaliger Wehrturm bietet er einen weiten Blick über das Diemeltal bis in die hessischen Berge – ein echtes Highlihght für Warburg. Damit dies so bleibt, wurde eine automatische Schließanlage installiert. Die Schließanlage soll den historischen Turm dauerhaft vor Vandalismus schützen und gleichzeitig für Besucher zugänglich halten.
Bürgermeister Tobias Scherf begrüßt die Maßnahme:
„Wir möchten den Chattenturm tagsüber für alle zugänglich halten und zugleich Schäden sowie riskante nächtliche Aktionen verhindern. Die neue Schließanlage ist eine pragmatische Lösung, die Schutz und Offenheit sinnvoll miteinander verbindet.“
Hintergrund der Maßnahme
In den vergangenen Jahren kam es wiederholt zu Vandalismusschäden und unerwünschten nächtlichen Aufenthalten. Unter anderem wurden Gegenstände wie Flaschen und Grabkerzen vom Turm geworfen, zudem traten Verhaltensweisen auf, die sowohl den Turm als auch die Umgebung beeinträchtigten. Die neue Regelung dient daher dem Schutz des historischen Bauwerks und der umliegenden Nachbarschaft.
Geregelte Öffnungszeiten zum Schutz des Bauwerks
Die neue Schließanlage am Zugang des Chattenturms öffnet täglich automatisch um 6:00 Uhr und schließt um 19:00 Uhr. Ein Verlassen des Turms ist jederzeit möglich. Damit bleibt der Turm tagsüber komfortabel zugänglich, während die Nutzung in den Abend- und Nachtstunden zuverlässig begrenzt wird.
Historische Bedeutung und touristischer Wert
Der Chattenturm am Warburger Burgfriedhof ist ein markanter Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung und wurde vor 800 Jahren erstmals geschichtlich erwähnt. Nachdem der Turm 2016 mithilfe von Fördermitteln wieder zugänglich gemacht und touristisch aufgewertet wurde, ist er fester Bestandteil der beliebten „Tour der Sehenswürdigkeiten“ durch die historische Hansestadt. Die in den Turm integrierte Aussichtsplattform mit Hängebrücke biete „ein besonderes Erlebnis und weite Blicke über die Warburger Altstadt und das Diemeltal“, so der Touristiker Lucas Lambracht, der den Rundgang durch Warburgs Gassen empfiehlt.
Foto: Stadt Warburg