Daseburg (red). In der Hansestadt Warburg trafen sich Vertreter der heimischen Landwirtschaft mit Bürgermeister Tobias Scherf und dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer zum traditionellen Treffen der Landwirte. Neben dem stellv. Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter Johannes Claes nahmen Kreislandwirt Heinrich Gabriel und der Geschäftsführer Stefan Berens (Landwirtschaftskammer) sowie zahlreiche weitere Vertreter und Landwirte aus dem Warburger Land teil.
Landwirtschaft im Fokus: Zusammenarbeit für eine nachhaltige Zukunft
Die Veranstaltung startete mit einer Besichtigung des Hofs „Rose-Dunschen“ in Daseburg, bei der Hofinhaber Matthias Dunschen den Teilnehmern spannende Einblicke in die landwirtschaftliche Arbeit bot. Während der Führung gewährte er detaillierte Einblicke in den Kartoffel- und Zwiebelanbau und erläuterte die Besonderheiten der Aussaat, Ernte, Lagerung und dem Vertrieb.
Bürgermeister Tobias Scherf betonte die Bedeutung des offenen Austauschs zwischen Vertretern der Landwirtschaft und der Stadtverwaltung: „Die Landwirtschaft versorgt uns täglich mit Lebensmitteln, schützt die Natur und stärkt die regionale Wirtschaft. Eine nachhaltige Zukunft gelingt nur durch Wertschätzung und Zusammenarbeit von Gesellschaft, Politik und Landwirtschaft.“
Die Hansestadt Warburg stellt sich den wirtschaftlichen Herausforderungen
Eines der zentralen Themen der Veranstaltung war die allgemeine Haushaltssituation der Hansestadt Warburg, insbesondere in Bezug auf kommunale Finanzen, den Straßenbau und die Grundsteuerreform. Der Haushalt zwingt die Stadtverwaltung dazu, Investitionen und Instandhaltungen auf das Nötigste zu beschränken. Der erste Beigeordnete Andreas Niggemeyer erklärte: „Trotz steigender Kosten stehen uns nur begrenzte Einnahmen zur Verfügung. Umso wichtiger ist es, Prioritäten zu setzen und die Mittel gezielt einzusetzen.“ Besonders der Straßenbau ist von den finanziellen Einschränkungen betroffen. Die Mittel für Straßenunterhaltung mussten von 700.000 € auf 350.000 € halbiert werden.
Auch die Entwicklung der Wirtschaftswege wurde diskutiert. In ausführlichen Gesprächen prüften Vertreter der Stadtverwaltung und Teilnehmer aus der Landwirtschaft verschiedene Lösungsansätze zur Verbesserung und Finanzierung. Andreas Niggemeyer betonte dabei die Notwendigkeit gemeinsamer Anstrengungen: „Eine funktionierende Infrastruktur ist essenziell für unsere Landwirtschaft und Wirtschaft. Nur durch einen konstruktiven Dialog und kreative Lösungen können wir nachhaltige Verbesserungen erreichen.“ Man einigte sich darauf, die besprochenen Möglichkeiten weiter zu vertiefen.
Warburg gestaltet die Energiewende aktiv mit
Neben wirtschaftlichen Entwicklungen und infrastrukturellen Fragen spielte die Energiewende eine zentrale Rolle auf der Agenda. Wirtschaftsförderer Sören Spönlein informierte die Teilnehmer über aktuelle Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien, insbesondere zum Thema Windkraft und Photovoltaik:
„Wir verfolgen in Warburg einen vorausschauenden Ansatz und haben frühzeitig rund 1.600 Hektar als Potenzialflächen für Windkraftanlagen ausgewiesen. Mit klaren Kriterien stellen wir eine ausgewogene Planung sicher und schaffen die Grundlage dafür, die Energiewende aktiv und nachhaltig mitzugestalten“, so Spönlein. Die teilnehmenden Landwirte diskutierten ausführlich über die wirtschaftlichen Aspekte von Windkraftanlagen. Dabei wurden sowohl Chancen als auch Herausforderungen thematisiert.
Gemeinsamer Dialog für eine zukunftsfähige Entwicklung
Bürgermeister Tobias Scherf unterstrich die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Stadtverwaltung und Landwirtschaft. Um diesen Dialog weiter zu stärken, sollen auch in den kommenden Jahren Betriebsbesichtigungen mit den jährlichen Gesprächen zwischen den Vertretern der Landwirtschaft und der Stadtverwaltung verknüpft werden. Ziel sei es, gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten und Herausforderungen frühzeitig zu begegnen, so Scherf.
„Der Austausch mit der Landwirtschaft ist für uns von großer Bedeutung. Nur durch regelmäßige Gespräche und einen offenen Dialog können wir gemeinsam Wege finden, um die Zukunft unserer Region aktiv und nachhaltig zu gestalten,“ erklärte der Bürgermeister abschließend.
Foto: Stadt Warburg