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Sonntag, 07. März 2021 12:31 Uhr

Gleichstellungsbeauftragte im Kreis Höxter fordern: „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“

Kreis Höxter (red). „Das Datum des Equal Pay Day signalisiert, wie fair Frauen und Männer in Deutschland bezahlt werden. Je früher das Datum im Jahr liegt, desto gerechter geht es in unserer Arbeitswelt zu“, sagen die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Höxter und bewerten positiv, dass der bekannte Aktionstag „Equal Pay Day“ auf den 10. März nach vorne rückt. „Dieses Jahr hat uns allen viel abverlangt – vor allem den Frauen!“, so sieht es die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Höxter. Schließlich seien es die Frauen, die weltweit die Gesellschaften doppelt stützen: Zum einen arbeiten sie in lebensnotwendigen und oft schlecht bezahlten, systemrelevanten Berufen, zum anderen übernehmen sie – oft gleichzeitig – die unbezahlte Sorgearbeit zu Hause und im persönlichen Umfeld. 

Applaus gab es viel, doch echte Anerkennung erfordere konkretes politisches Handeln. „Gleichzeitig muss sich an vielen Stellen in unserer Gesellschaft etwas bewegen“, sagen die Gleichstellungsbeauftragten und führen Beispiele an, die zu einem Wechsel bei den scheinbar unveränderlichen Ursachen der Entgeltungleichheit führen können: Männer, die als Vorreiter sechs Monate Elternzeit in ihrem Unternehmen durchsetzen, Frauen, die als Vorbilder in MINT-Berufen tradierte Rollenbilder aufbrechen. oder Unternehmen, die gleiche Bezahlung und paritätische Besetzung von Führungspositionen auf ihre Agenda setzen. „Darauf wollen wir zum Equal Pay Day aufmerksam machen“, so der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten. „Darauf wollen wir zum Equal Pay Day aufmerksam machen“, so der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten. 

Der Arbeitskreis fordert deshalb:

- Gleiche Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit,
- die Aufwertung von Berufen, in denen überwiegend Frauen arbeiten, durch höhere Tariflöhne und Verbesserung der Arbeitsbedingungen,
- einen Rechtsanspruch auf Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung,
- gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit,
- Reform der Minijobs, - Reform des Ehegattensplittings,
- ausreichende und flexible Möglichkeiten der Kinderbetreuung,
- Ausweitung der Partnermonate beim Elterngeld,
- Streichung der Lohnsteuerklasse V sowie
- die Repräsentanz von Frauen in politischen Entscheidungsgremien. 

Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women (BPW) schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff BPW Germany auf und startete 2008 die Initiative Rote Tasche, die den Grundstein für die bundesweite Einführung des Equal Pay Day legte. Der Equal Pay Day, in diesem Jahr der 10.März, steht für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Der Gender Pay Gap beschreibt die geschlechtsspezifische Lohnlücke, das heißt den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen, der laut dem Statistischen Bundesamt in Deutschland bei 19 Prozent liegt. Gerade im europäischen Vergleich hat Deutschland Nachholbedarf. Auch mit 19 Prozent liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt von 15 Prozent. 

„Ziel ist es daher, mit dem Equal Pay Day die Debatte über die Gründe der Lohnunterschiede in die Öffentlichkeit zu tragen, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, zu sensibilisieren und Entscheidende zu mobilisieren, damit sich die Lohnlücke schließt“, so der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Höxter. Notwendig sei dafür eine Unterstützung durch Politik, Arbeitgeber, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften. „Denn echte Gleichberechtigung wird es erst geben, wenn Frauen finanziell genauso unabhängig sind wie Männer.

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