Kreis Höxter (red). Die Frauen Union im Kreis Höxter fordert eine Stärkung des Elterngeldes. Familien leisteten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft und bräuchten gerade in der frühen Familienphase Verlässlichkeit, Anerkennung und finanzielle Stabilität.
Frauen Union fordert Verlässlichkeit
Viola Wellsow, Vorsitzende der Frauen Union des CDU-Kreisverbandes Höxter, erklärt: „Wenn im Bundeshaushalt Prioritäten gesetzt werden, darf das nicht auf dem Rücken der Familien geschehen. Das Elterngeld schafft Vertrauen und Sicherheit in einer besonders sensiblen Lebensphase.“
Angesichts der niedrigsten Geburtenrate seit 1949 sei es umso wichtiger, Familien zu stärken, statt sie zusätzlich zu belasten. Wer Eltern und Paaren mit Kinderwunsch Sicherheit geben wolle, müsse Verlässlichkeit schaffen und Unsicherheit vermeiden.
Es stehe außer Frage, dass der Bundeshaushalt einer Konsolidierung bedürfe. Jedoch müssten die Bereiche gestärkt werden, die Familien in ihrer wichtigen Erziehungsleistung unterstützten und nachhaltig wirkten. Hierzu zähle eindeutig das Elterngeld.
Kritik an fehlender Anpassung
Das Elterngeld sei seit seiner Einführung nicht erhöht worden. Berücksichtige man den Anstieg der Löhne oder die Inflation, habe das Elterngeld real bereits eine deutliche Kürzung erfahren. Betrachtet man zudem die gesunkene Geburtenrate, sei die Belastung durch das Elterngeld deutlich gesunken.
Das Elterngeld sei ein zentrales Instrument, um junge Familien nach der Geburt zu entlasten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung sei klar festgehalten, dass die Grenzen für das Elterngeld spürbar angehoben werden sollen. Dieses Versprechen müsse eingelöst werden. Statt Leistungen zu beschneiden, brauche es eine Familienpolitik, die die Lebensrealität junger Eltern ernst nehme und sie in dieser besonderen Phase wirksam unterstütze.
Foto: Frauen Union Höxter