Mittwoch, 24. Oktober 2018 10:12 Uhr

Spenden unterstützen Friedensarbeit

Auf dem Foto ist eine Granitstele mit Namen der Gefallenen auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Apscheronsk am westlichen Rand des Kaukasus/Russland zu sehen. Foto: Uwe Zucchi / 2012

Kreis Höxter/Warburg (red). Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge führt in der Zeit vom 31. Oktober bis 19. November 2018 seine traditionelle landesweite Haus- und Straßensammlung durch. „Unterstützen Sie bitte diese wichtige Aktion mit Spenden an die ehrenamtlichen Sammler“, ruft Landrat Friedhelm Spieker, Vorsitzender des Kreisverbandes Höxter, zur Beteiligung an der Sammlung auf: „Jeder Spender leistet einen wertvollen Beitrag, um Ruhestätten der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erhalten und unterstützt damit die so wichtige Friedensarbeit.“

„Vor 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der Erste Weltkrieg. Er kostete mindestens 17 Millionen Menschen das Leben und brachte unermessliches Leid über Soldaten und Zivilbevölkerung in ganz Europa“, erinnert Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, in seinem Aufruf zur diesjährigen Sammlung. Am 1. September 1939 entfesselte die NS-Diktatur den Zweiten Weltkrieg, der über 60 Millionen Menschen das Leben kostete, und den Holocaust, bei dem mindestens sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft in ganz Europa auf grausamste Weise umgebracht wurden. 

„Unsere Geschichte führt uns vor Augen, wie wertvoll Demokratie und Frieden sind. Beides genießen wir seit mehr als 70 Jahren in Deutschland und in Europa. Aus der Geschichte zweier Weltkriege haben wir die Lehre gezogen, dass wir Frieden, Freiheit und Wohlstand nur gemeinsam mit allen Europäerinnen und Europäern erzielen können“, mahnt Laschet. Diese Erkenntnis werde umso wertvoller in einer Zeit, in der Europa und die Europäische Union von Populisten jeglicher Couleur verächtlich gemacht und bekämpft werde. „Dabei steht Europa für Versöhnung und Frieden, für Demokratie und Freiheit, für Wohlstand und Sicherheit. Auch der Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren mahnt uns, den Feinden Europas beherzt entgegenzutreten“, so Laschet.

Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die aus eigenem Erleben und Erleiden von der Grausamkeit des Krieges berichten können. Doch viele historische Dokumente, Museen, Gedenkstätten und Denkmale legen davon Zeugnis ab. Hierzu zählen die Gräber der 2,8 Millionen Kriegstoten auf mehr als 800 Friedhöfen in 45 Staaten Europas und Nordafrikas, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge pflegt. Neben der Pflege der Gräber sorgt der Volksbund dafür, dass die Gräber jährlich von bis zu 20.000 jungen Menschen aus 30 Staaten besucht werden. Damit trägt er dazu bei, besonders bei den jüngeren Generationen das Bewusstsein für den unschätzbaren Wert des friedlichen Zusammenlebens aller Menschen zu schaffen, gleich wo, gleich welcher Herkunft und gleich welchen Glaubens. 

Mehrere tausend Ehrenamtliche engagieren sich bundesweit für die vielfältigen Aufgaben der Organisation. „Wir hoffen auf eine große Spendenbeteiligung und darauf, dass diese Sammlung wesentlich zur Arbeit des Volksbundes beitragen möge“, sagt Landrat Friedhelm Spieker und spricht den zahlreichen ehrenamtlichen Sammlern seinen Dank aus. Darüber hinaus weist er schon jetzt auf das große Jubiläumskonzert „100 Jahre Volksbund“ für Ostwestfalen-Lippe am Dienstag, 20. November, in Bad Salzuflen hin. Um 19.30 Uhr wird das Heeresmusikkorps Hannover dort in der Konzerthalle Musik der Extraklasse zugunsten der Friedensarbeit des Volksbundes darbieten. Damit wird das eigentliche Jubiläumsjahr 2019 im November schon mal musikalisch eingeläutet.

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