Samstag, 06. April 2019 09:32 Uhr

„Er hat sein Herz am rechten Fleck gehabt“

So haben ihn viele in Erinnerung: Jochen Beumelburg (rechts) ist tot. Unser Foto zeigt ihn beim Alten- und Krankennachmittag, den AKH-Chefin Maria Ludwig (Mitte) einst veranstaltet hatte. Archivfoto: Tanja Sauerland

Warburg (tab). Jochen Beumelburg ist tot. Der Warburger starb am Freitag, 29. März, nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Er war durch seine angenehme menschliche Art und sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement eine „soziale Institution“ in der Hansestadt. Wenn sich jemand für das Ehrenamt eingesetzt hat, dann er: Jochen Beumelburg engagierte sich freiwillig für das Wohl seiner Mitmenschen. Die Liste ist lang. So war er unter anderem Gründungsmitglied des Kulturforums, er engagierte sich im Vorstand der Hikkaduwa-Hilfe, er packte an Heiligabend bei „Weihnachten nicht allein zu Haus“ mit an, und er gehörte zu den Gründern des Mittagstisches der Diakonie. Jochen Beumelburg verteilte einmal wöchentlich Lebensmittel an bedürftige Menschen aus den sozialschwachen Schichten mit schwierigen Lebensläufen und schwieriger Lebenslage. Er servierte ihnen auch gekochtes Essen. Vor sieben Jahren wurde dem Warburger während der Oktoberwoche die goldene Ehrenamtskarte verliehen. Jochen Beumelburg gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern der Warburger Eulenflieger. Die Eulenflieger treffen sich seit Mitte der 1970er Jahre vier Mal im Monat zum Austausch politischer, schulischer und allgemeiner Themen im Café Blome. „Jochen Beumelburg hat sein Herz genau am rechten Fleck gehabt“, sagt Reiner Schellhase. Er ist einer der engsten Wegbegleiter des Verstorbenen: „Jochen Beumelburg hatte stets ein freundliches Wort auf den Lippen. Er war ein stilvoller Mensch, der durch seine Mitmenschlichkeit, Solidarität und Kreativität überzeugte. Sein beispielhaftes Engagement und seine große Brüderlichkeit werden fehlen.“ Beruflich war der Verstorbene, der im Jahr 1970 nach Warburg gekommen war, zunächst Geschäftsführer des Kaufhauses Pielsticker am Neustadtmarkt. Anschließend war er Inhaber und Geschäftsführer seines eigenen Modehauses Jochen Beumelburg an der Hauptstraße 67 (heute Buchhandlung Podszun), später Mitarbeiter der Firma CWS-boco (ehemals Wäscherei Kamm) in der Kuhlemühle. Jochen Beumelburg - er hinterlässt eine große Lücke in der Gesellschaft, in den Herzen seiner Mitmenschen und Wegbegleiter hat er aber sicher einen festen Ehrenplatz.
Tanja Sauerland

Die Trauerfeier findet am Freitag, 12. April, um 11 Uhr in der evangelischen Kirche Maria im Weinberg statt. Anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung im Kolumbarium Kloster Wormeln.



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