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Donnerstag, 11. Januar 2018 06:00 Uhr

Internetsucht kommt selten allein

Willebadessen (r).Ob auf dem Smartphone oder auf dem PC, so gut wie jeder tut es fast täglich. Längst ist das Surfen im Internet bei den meisten Menschen zur alltäglichen Routine geworden. Doch es gibt viele Menschen, bei denen das Surfen im Internet zur Sucht werden kann. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik undNervenheilkunde (DGPPN) hat jetzt bestimmte Verhaltensweisen erläutert, die erkennen lassen, ob man von einer Internetsucht betroffen ist. Laut DGPPN wird eine Internetsucht oft durch andere psychische Probleme begünstigt.

Eine Internetsucht kommt selten allein

Als Beispiel nennt die Gesellschaft depressive Menschen, die das Internet nutzen um eine von Ihnen wahrgenommene Einsamkeit zu reduzieren. Auch wer Probleme im Job, in der Partnerschaft oder in der Familie hinnimmt, um mehr Zeit im Internet zu verbringen, ist möglicherweise süchtig. Bestimmte Verhaltensweisen, wie beispielsweise innere Unruhe bei Internetabstinenz, können auf Internetsucht hindeuten.

Wie viel Internetnutzung ist noch normal

Viele Menschen verbringen heutzutage eine Menge Zeit im Internet, doch ab wann zählt jemand als süchtig? Laut DGPPN lässt sich das nicht in Zeitangaben ausdrücken, da das Internet bei vielen Berufstätigen zum Alltag gehört und auch in der Unterhaltung eine große Rolle spielt. Erst wer die Nutzung nicht mehr kontrollieren kann und regelrechte Entzugserscheinungen wie innere Unruhe bei Nichtbenutzung verspürt, gilt laut den Psychiatern als suchtgefährdet. Wer das Gefühl hat, eventuell betroffen zu sein, wendet sich am besten an eine Suchtberatungsstelle

Jugendliche sind besonders gefährdet

Nach dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesrgierung, den neulich die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler verantwortlich vorstellte, sind in Deutschland mehr als eine halbe Millionen Menschen onlinesüchtig - Dunkelziffer unbekannt. Weitere 500.000 Menschen gelten als gefährdet. Jüngere Menschen sind laut dem Bericht stärker gefährdet als ältere. In der Altersgruppe der 14 bis 24 Jährigen sei die Chance etwa 2,5 mal so hoch eine Internetsucht zu entwickeln, wie in der Altersgruppe bis 64 Jahre. In der Gruppe der 14 bis 16 Jährigen sei die Chance sogar viermal so hoch. Laut Marlene Mortler gehen Mädchen und Frauen eher in den sozialen Netzwerken verloren. Jungs seien auf Computerspiele konzentriert.

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