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28.02.2017 - 12:42 Uhr

Hoverboards dürfen nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden

Warburg (red). Zwei Kinder (10 und 12) haben am Montag, 27. Februar, gegen 15.40 Uhr den Prozessionsweg in Warburg mit Hoverboards befahren. Ein Hoverboard ist ein elektrisch betriebenes, zweispuriges Rollbrett ohne Lenkstange, auf dem sich eine Person stehend fortbewegen kann. Die benutzten Hoverboards wiesen eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 6 km/h auf und sind somit zulassungs-, versicherungs- und führerscheinpflichtig. Da diese Voraussetzungen nicht erfüllt waren, wurde den Kindern die Weiterfahrt untersagt und gegen die Eltern eine Strafanzeige vorgelegt.

Hoverboards sind eine neue Erscheinungsform der Self-Balance-Scooter, die aktuell freiverkäuflich im Internet sowie in Elektromärkten vertrieben werden. Der Benutzer steht freihändig auf einem zwischen zwei Rädern befindlichen Steg und verlagert zum Antrieb des Elektromotors sein Eigengewicht nach vorn oder hinten. Gelenkt wird ebenfalls mittels Gewichtsverlagerung. Diese Scooter wiegen etwa zehn Kilogramm, können Lasten bis zu 120 Kilogramm tragen und erreichen Geschwindigkeiten von 10 bis 20 km/h. Mit den Akkus können Reichweiten bis 15 Kilometer zurückgelegt werden. Mit der zu erreichenden Geschwindigkeit beginnen dann auch die Schwierigkeiten.

Bei einem Landfahrzeug, dessen bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit mehr als 6 km/h beträgt, handelt es sich bei der Inbetriebnahme im öffentlichen Straßenverkehr um ein Kraftfahrzeug. Da für die Hoverboards, im Gegensatz zu Segways, derzeit keine Ausnahmeregelung besteht, ist für diese Fahrzeuge eine Zulassung, also eine behördliche Erlaubnis notwendig. Diese wird derzeit jedoch nicht erteilt. Das Fahren eines Hoverboards im Stadtpark oder auch auf dem Gehweg stellt also eine Ordnungswidrigkeit dar.

Da es sich bei Hoverboards um Kraftfahrzeuge handelt, besteht zum Führen dieser Fahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr eine Fahrerlaubnispflicht. Gemäß der Fahrerlaubnisverordnung wird zum Führen eines Hoverboards im öffentlichen Straßenverkehr die Fahrerlaubnisklasse B erforderlich. Ebenso müssen die Halter von Kraftfahrzeugen, die im öffentlichen Straßenverkehr gebraucht werden, einen Versicherungsvertrag für die Abdeckung von Personen- und Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden abschließen und aufrechterhalten.

Wer also mit einem Hoverboard, das eine Geschwindigkeit über 6 km/h erreichen kann, im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs ist, begeht Verstöße gegen die Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) und gegen das Pflichtversicherungsgesetz (PflVG). Möglicherweise begeht er auch ein Fahren ohne Fahrerlaubnis. Aus polizeilicher Sicht bleibt nur, neben einem verkehrsdidaktischen Gespräch und der Fertigung einer Strafanzeige (inkl. Bußgeldtatbestand), die Untersagung der Weiterfahrt anzuordnen.


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