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21.01.2017 - 09:12 Uhr

Demenz-Wegweiser bündelt Informationen

Kreis Höxter/Warburg (red). Eine Demenzerkrankung stellt Betroffene und Angehörige vor große Herausforderungen. Viele Fragen und Unsicherheiten treten auf. Deshalb haben der Kreis Höxter und das Netzwerk Pflege im Kreis Höxter den Demenz-Wegweiser zusammengestellt. Die Broschüre enthält nützliche Informationen sowie Kontaktdaten zu Einrichtungen und Beratungsstellen, an die sich Erkrankte und deren Angehörige wenden können.

„Fast ein Drittel der Pflegebedürftigen im Kreisgebiet sind in ihrer Alltagsbewältigung erheblich eingeschränkt. Meist liegt das an Demenzerkrankungen wie zum Beispiel Alzheimer“, erklärt Gerhard Handermann, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Kreises Höxter. Demenz ist ein Oberbegriff für mehr als 50 Krankheitsformen. Sie verlaufen unterschiedlich, führen alle jedoch langfristig zum Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit.

Typische Symptome sind Veränderung von Sozialverhalten, Persönlichkeit, Antrieb oder Stimmung. Zudem verschlechtern sich häufig kognitive Fähigkeiten wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Auffassungsgabe oder der räumliche und zeitliche Orientierungssinn. „Mit der Erkrankung tauchen viele Fragen auf. Was ist Demenz? Wer stellt die Diagnose? Wie geht es jetzt weiter? Welche pflegerischen Betreuungsmöglichkeiten gibt es? Der Demenz-Wegweiser gibt hierauf Antworten und bietet Orientierung“, sagt Anja Lücke, Geschäftsführerin des Netzwerks Pflege im Kreis Höxter.

Erstellt wurde die Broschüre von der Arbeitsgruppe Demenz des Netzwerkes Pflege. Ermöglicht wurde sie durch das Förderprogramm >Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz<, für das der Kreis Höxter im September 2016 die Zusage erhalten hatte. Unter anderem werden im Demenz-Wegweiser ambulante und stationäre Hilfsangebote vorgestellt. Auch zu Leben mit Demenz in den eigenen vier Wänden sowie zu Urlaubsangeboten für Erkrankte und deren Angehörige, der Finanzierung von Hilfeleistungen und der Palliativberatung finden sich viele Informationen.

Dazu enthält der Demenz-Wegweiser Kontaktdaten von Beratungsstellen und viele Links zu nützlichen Internetseiten. „In der Mitte der Broschüre ist außerdem die praktische Notfallkarte des Gesundheitsdienstes des Kreises Höxter zum Heraustrennen beigeheftet. Sie ist für alle Menschen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko empfehlenswert. Wer zum Beispiel an mehreren Erkrankungen leidet und täglich verschiedene Medikamente einnehmen muss, sollte sie ausgefüllt und sichtbar zum Beispiel an der Innenseite der Wohnungstür anbringen“, erklärt Gerhard Handermann. Tritt ein medizinischer Notfall ein und Patienten können sich etwa dem Rettungsdienst gegenüber nicht mehr mitteilen, erhält der behandelnde Arzt wichtige Informationen mithilfe der Karte und kann seine Akutmaßnahmen besser auf den Patienten abstimmen.

Der Demenz-Wegweiser ist in der Senioren- und Pflegeberatungsstelle des Kreises Höxter sowie in deren Sprechstunden in Bad Driburg, Beverungen, Brakel, Steinheim und Warburg erhältlich. Auch bei den Steinheimer Gesundheitstagen am 27. und 28. Januar wird die Broschüre verteilt. Zudem kann sie kostenfrei beim Netzwerk Pflege unter der Telefonnummer 05271/965-3150 oder der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellt sowie auf der Internetseite www.pflegeberatung.kreis-hoexter.de heruntergeladen werden.

Tanz-Café für Menschen mit Demenz und Angehörige

Die Arbeitsgemeinschaft Demenz möchte mit weiteren Aktionen und Veranstaltungen auf die Erkrankung aufmerksam machen sowie Betroffene und deren Angehörige unterstützen. Im Rahmen des Programms >Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz< wird am 14. Februar zum Beispiel ein Senioren Tanz-Café für Menschen mit und ohne Demenz und deren Angehörigen ab 15.30 Uhr in der Caféteria des St. Rochus Seniorenhauses in Steinheim stattfinden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Über das Netzwerk Pflege im Kreis Höxter

Das Netzwerk Pflege im Kreis Höxter wurde 2014 gegründet. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Zusammenkunft aller an der Pflege und Betreuung beteiligten Akteure im Kreis Höxter. Die Netzkonferenz ist das oberste Organ des Netzwerks Pflege im Kreis Höxter, welches zwei Mal jährlich tagt. Um dem Netzwerk gezielte und gebündelte Informationen zur Verfügung zu stellen, ist eine Steuerungsgruppe eingerichtet worden. Aus deren Mitte wurden der Vorsitzende des Netzwerkes sowie sein Stellvertreter gewählt.


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