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21.04.2017 - 12:01 Uhr

Erster Spatenstich zum Erweiterungsanbau im Innenhof des Kreishauses in Höxter

Kreis Höxter (red). Im Kreisarchiv herrscht seit Jahren große Raumnot. Um das Platzproblem dauerhaft zu lösen, gab der Kreistag einstimmig grünes Licht für einen Erweiterungsanbau im Innenhof des Kreishauses in der Moltkestraße in Höxter.

„Wir freuen uns auf den Start des Neubaus, den wir mit Fördermitteln des Bundes finanzieren können“, sagte Landrat Friedhelm Spieker jetzt beim ersten Spatenstich. Der Zuschuss aus Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes betrage bis zu 90 Prozent.

Derzeit ist das Kreisarchiv in Kellerräumen im Kreishaus untergebracht. „Wegen Platzmangels mussten bereits viele Unterlagen ausgelagert werden“, begründet der Archivar des Kreises Höxter, Ralf-Oliver Kreie, den dringenden Flächenbedarf. Erst 2018, wenn der Neubau komplett trocken ist, dürfen die empfindlichen Dokumente in das neue Archiv umziehen.

Der eingeschossige Neubau wird eine Magazinfläche von knapp 220 Quadratmetern bieten. Dort können dann auf rund 2.800 Metern Regalfläche archivwürdige Unterlagen des Kreises Höxter für die Nachwelt aufbewahrt werden. Eine elektronische Datensicherung auf einer Computerfestplatte allein erfüllt nicht die gesetzlichen Anforderungen der Archivierung.

„Archivgut muss in seiner Entstehungsform, also im Original, erhalten werden“, betont Ralf-Oliver Kreie. Dazu gehören Verträge, Urkunden, Protokolle, Pläne, Karten, Akten, Amtsbücher, Fotos, Filme und elektronische Aufzeichnungen. Neben Aktenregalen verfügt das neue Archiv auch über sogenannte Planschränke mit ausreichend Platz für rund 5.000 großformatige Karten und Pläne.

„Das Kreisarchiv ist das Gedächtnis des heutigen Kreises Höxter und seiner Vorgängerkreise“, erläutert Landrat Friedhelm Spieker die Bedeutung für die Nachwelt. Immer wieder werde auf alte Dokumente zurückgegriffen, nicht nur für die Geschichtsschreibung, sondern auch für neue Planungen oder aktuelle Problemlösungen.

„Der Neubau wird sich zurückhaltend dem Bestandsgebäude in einer modernen Formensprache unterordnen und soll dabei nicht als Fremdkörper wahrgenommen werden“, erklärte Abteilungsleiterin Elisabeth Henneke, die beim Kreis Höxter für das Gebäudemanagement zuständig ist.

„Das Vorhaben wird voraussichtlich teurer werden als zunächst geplant, da der logistische Aufwand nicht unerheblich ist“, sagte die Leiterin der Abteilung Interne Dienste und Gebäude. Auch mögen volle Auftragsbücher und die gute Konjunkturlage im Bausektor hier ebenfalls zu Kostensteigerungen führen.

Am Dienstag nach Ostern soll mit der Einrichtung der Baustelle in der Bismarckstraße begonnen werden. Der Kreis Höxter bittet um Verständnis dafür, dass es im Bereich der Bismarckstraße durch den Baubetrieb vereinzelt zu Behinderungen des Straßenverkehrs kommen kann. Wegen Kranarbeiten kann kurzfristig auch die vorübergehende Vollsperrung eines Straßenabschnittes auf Höhe des Kreishauses notwendig sein.

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